HEILEMANN STERNMOTOREN
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Umbau Radialgebläse für 9-Zyl. Sternmotor

Die Thematik

Bei Sternmotoren mit zentralem Vergaser, die über das Kurbelgehäuse ansaugen, laufen die unteren Zylinder zu fett und die oberen Zylinder zu mager. Das liegt zum Einen an den Vergasern die bessere Tröpfchenbilder sind und zum Anderen an der Schwerkraft. Ich habe mal gelesen, daß in einem Sternmotorenkurbelgehäuse Rotationsgeschwindigkeiten wie in einem Tornado herrschen, also mehrere 100 km/h! Da die Kurbelwellenwange asymetrisch ist und jede Kante eines Ansaugrohres oder Pleuel zusätzliche Randwirbel erzeugen (sogenannte Störkanten, die sich nicht vermeiden lassen) wird das Gemisch nicht gleichmäßig im Motorgehäuse verteilt. Läuft der Sternmotor längere Zeit im Standgas, überfettet er sehr leicht. Das Methanol Luftgemisch schlägt sich an der kühleren Gehäusewand des Motorgehäuses nieder und sammelt sich deshalb im unteren Gehäusebereich. Läuft der Motor nun auf Vollgas, wird der Vergaser so eingestellt, daß der Motor auf Höchstdrehzahl läuft. Nun stelle ich den Vergaser so mager bis die Drehzahl abfällt. Dann sind die oberen fünf Zylinder auf der mageren Seite. Die unteren vier Zylinder jedoch laufen im optimalen Bereich. Stelle ich nun den Vergaser soweit fett, dass die Drehzahl wieder ansteigt, laufen die oberen fünf Zylinder im optimalen Bereich jedoch überfetten dann die unteren vier Zylinder. Der obere Zylinder ist bis zu 50°C heißer als der untere Zylinder (ist sehr leicht mit einem Infrarotthermometer zu überprüfen). Das ist sehr ärgerlich, da der Glühzünder wärmeabhängig zündet. Je heißer desto mehr Frühzündung. D.h., sind die Zylinder bei Vollgas gleich warm, würde der Motor seine volle Leistung entfalten.

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Bekannte Theorie

Eine Methode dies in den Griff zu bekommen wäre, die Verdichtung der Zylinder unterschiedlich anzupassen, damit der Wärmegrad stimmt. D.h. die oberen Zylinder bekommen weniger Verdichtung als die unteren Zylinder. Der Motor hat dann zwar keine Spitzenleistung arbeitet jedoch im optimalen Wärmebereich. Aber macht man mit seinem Modell Kunstflug und fliegt im Rücken, hat man ein leichtes Problem, da die unteren Zylinder die dann oben sind und laufen zu mager. Aufgrund dessen kommt die Theorie für mich nicht in Frage.

Gängige Praxis

Man nimmt die gesamte Verdichtung runter, z.B. von 1:10 auf 1:8. Dann wird der Motor bei Vollgas nicht so heiß und die Auswirkung der Frühzündung der oberen zu den unteren Zylindern ist nicht mehr so gravierend. Diesen Weg gehe ich nicht, weil im Standgas, bei zu wenig Verdichtung, die unteren überfetteten Zylinder ausfallen können.

Meine Theorie bzw. Abhilfe

1. Das Radialgebläse wird über den Hubzapfen angetrieben. Es verteilt somit das Methanol Luftgemisch gleichmäßig nach außen zu den Ansaugrohren.

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2. Es reichert das überfettete Gemisch mit neuem Gemisch an. Somit habe ich die Möglichkeit den Vergaser magerer einzustellen.

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3. Durch die Rotation und Zentrifugalkraft des Radialgebläses soll das Methanol-Luftgemisch in gleichmäßigere Rotation versetzt werden. Damit erhält jeder Zylinder annähernd eine gleichmäßige Füllung!

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4. Der Unterdruck im Motorengehäuse wird durch das Radialgebläse verstärkt weil eine zusätzliche Sogwirkung entsteht. D.h. ein sicheres Standgas.

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5. Der Nachteil, zusätzlich 200 g Gewicht

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Bewährt sich meine Theorie in der Praxis wird es der Motorentechnik hinzugeführt.

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